Dennis Franken
Regine Heuser
Helga Lindenberg
Doris Rummer-Löns-Fobbe

Entwicklung und Darstellung einer Zukunftsvision der Arbeitsgesellschaft von Morgen

Einleitung

Würde man in Deutschland die heute verfügbare industrielle Technik zum Einsatz bringen, fielen 9 Millionen Arbeitsplätze weg und die Arbeitslosigkeit stiege auf 38 %.
Ein bemerkenswerter Tatbestand der gegenwärtigen Entwicklung der Arbeit in der Weltgesellschaft ist nicht nur die hohe Arbeitslosigkeit in den Staaten Europas oder das sogenannte Job-Wunder in den USA oder der Übergang von der Arbeits- zur Wissensgesellschaft (daß inhaltliche Gesicht zukünftiger Informationsarbeit) das Herausragende ist die neue Ähnlichkeit von Entwicklungsprofilen der Erwerbsarbeit in der sogenannten ersten und der sogenannten dritten Welt: Es ist der Einbruch des Prekären, Diskontinuierlichen in die westlichen Bastionen der Vollbeschäftigungsgesellschaft. Eine nomadische Multi-Aktivität - bislang vornehmlich ein Kennzeichen der Frauenarbeit - breitet sich im Zentrum des Westens aus, ein sozialstruktureller ,,Flickenteppich": mit der Vielfalt, Unübersichtlichkeit und Unsicherheit von Arbeits, Biographie und Lebensformen des Südens.
Die Entwicklung Deutschland steht für die der anderen westlichen Gesellschaften: In den 60er Jahren gehörte ein Zehntel der Arbeitnehmer der Gruppe der prekär Beschäftigten an, in den 90er Jahren ist es ein Drittel. Wenn diese Entwicklungsgeschwindigkeit anhält, dann wird in 10 Jahren nur noch jeder zweite abhängig Beschäftigte einen Vollzeitarbeitsplatz einnehmen, während sozusagen die andere Hälfte nomadisch multi-aktiv ist.

Anthony Giddens, London School of Economics:
"Man muß bedenken, daß das heutige Sozialsystem in einer Zeit entstanden ist, deren Gesellschaftsstruktur sich fundamental von heute unterscheidet. Es gab damals in den westlichen Ländern eine sehr große Arbeiterklasse und um diese Klassenaufteilung herum ist das Sozialsystem und auch das politische System (mit seiner Zweiteilung in Sozialdemokraten und Konservativen) gebaut worden. Mittlerweile hat der technologische Wandel alles verändert: nur noch knapp 20% der Bevölkerung sind Fabrikarbeiter, d.h. ,daß sich auch die gesellschaftlichen Gegensätze grundlegend gewandelt haben. Dieser Wandel hat auch die Privatsphäre der Menschen, die Familienstrukturen und das Gefühlsleben verändert. Zum Beispiel die Gleichstellung von Mann und Frau, die wohl zu den dramatischsten Veränderungen des 20. Jahrhunderts zählt. Dieser tiefgreifende Wandel muß sich auch in unserem System niederschlagen. Ich glaube, daß jeder Einzelne sein Leben verantwortlicher und demokratischer führen muß. Diese neue Art von Bürgerschaft wird für das Gemeinwesen überlebenswichtig. Es geht darum, zu der öffentlichen Demokratie eine persönliche, emotionale Demokratie zu praktizieren und beides harmonisch unter einen Hut zu bringen."

Unser Ziel war es, uns mit verschiedenen Entwicklungen, Risiken und Zukunftsvisionen der Arbeitsgesellschaft ausseinanderzusetzten, und zum Schluss eigene Ideen, Theorien und Vorschläge zu machen.
 


Zukunftsvisionen verschiedener Autoren:

  1. Warnfried Dettling - Wirtschaftskummerland?. Referiert von Helga Lindenberg
  2. Jeremy Rifkin - Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft. Referiert von Dennis Franken
  3. Giarini / Liedke - Wie wir arbeiten werden. Referiert von Dennis Franken
  4. Ulrich Beck - Modell Bürgerarbeit. Referiert von Doris Rummer-Löns-Fobbe
  5. Gerd Mutz - Das Münchner Modell. Referiert von Regine Heuser

Ausblick

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